Wenn ich mit Unternehmern spreche, höre ich oft Sätze wie:
„Ich kann mir gerade keine Pause leisten.“
„Es ist einfach zu viel gleichzeitig.“
„Wenn das eine gelöst ist, kommt schon das nächste.“
Vielleicht kennst du das auch.
Dein Blick ist nach vorne gerichtet. Immer.
Auf das, was noch nicht passt.
Auf das, was gelöst werden muss.
Auf das nächste Ziel.
Und genau das hat dich dorthin gebracht, wo du heute stehst.
Aber es gibt auch die andere Seite.
Die leise.
Die, über die selten gesprochen wird.
Die Momente, in denen du merkst:
Es hört nie auf.
Es reicht nie ganz.
Und die Zufriedenheit verschiebt sich immer weiter nach hinten.
Der blinde Fleck vieler erfolgreicher Unternehmer
Du bist darauf trainiert, Probleme zu sehen.
Das ist deine Stärke.
Doch was, wenn genau diese Stärke irgendwann beginnt, gegen dich zu arbeiten?
Wenn dein System nur noch registriert, was fehlt –
und kaum noch wahrnimmt, was längst da ist?
Ein Unternehmen, das trägt.
Menschen, die mit dir arbeiten.
Entscheidungen, die funktioniert haben.
Herausforderungen, die du längst mit Bravour gemeistert hast.
All das wird schnell selbstverständlich.
Zu selbstverständlich.
Und genau hier entsteht ein innerer Zustand, der viele Unternehmer begleitet –
ohne dass sie ihn klar benennen können:
Ein permanentes Gefühl von Druck, Unruhe und „nicht ganz genug“.
Gastbeitrag: Barbora Schulze-Herringen